Überraschung verpasst, Siegeszug gestoppt. Landesligist SV Hermersberg verliert gegen den drei Klassen höher spielenden FK Pirmasens mit 0:3 (0:1) und scheidet aus dem Verbandspokal aus. Der Regionalligist zieht dagegen in das Achtelfinale ein und stoppt nebenbei die saisonübergreifende Pokal-Siegesserie von acht Spielen des SVH. Eine Sache ist auch klar, auf den 1. FC Kaiserslautern kann der FKP nicht treffen, denn die Roten Teufel scheiterten gestern Abend sensationell mit 1:2 beim Oberligisten TuS Mechtersheim.

Der Außenseiter wurde bei Sprühregen bereits nach knapp 120 Sekunden kalt erwischt. Mike Scharwath, der zum ersten Mal in der Anfangself des FKP stand, setzte sich auf links durch und traf zum frühen 1:0. Seine Hereingabe, die als Flanke gedacht war, entwickelte sich als Bogenlampe, die länger und länger wurde und senkte sich hinter SVH-Schlussmann Reiner Schwartz ins Tor. SVH-Abwehrspieler Miguel Deho beschrieb den Treffer beim Gang in die Kabine als „Scheiß Fucking Dreckstor“. Auch wenn in den ersten 45 Minuten auf Seiten des SVH nach vorne nicht viel ging, nahmen das Team trotz des schlechten Starts sofort den Kampf an und warf sich vor allem in der Abwehrreihe in jeden Ball. Bis auf diesen Treffer und einem Kopfball von Moritz Zimmer nach einem Freistoß von Luca Eichhorn, den Reiner Schwartz mit der Hand über die Latte lenkte, brachte auch der Regionalligist in der Offensive nicht viel zustande.
Trotz einiger Nickeligkeiten ging es in der Halbzeitpause freundschaftlich, aber auch etwas spöttisch zu. So fragte FKP-Spieler Manuel Grünnagel seinen ehemaligen Mitspieler Patrick Freyer lachend, ob er schon aufs Tor geschossen hätte. „Ja, beim Warmmachen“, war die Antwort von Freyer.

Drei Minuten nach dem Seitenwechsel Jubel beim FKP, der jäh durch den Abseitspfiff des Unparteiischen unterbrochen wurde. Mike Scharwath setzte sich auf rechts durch, legte den Ball zurück auf Manuel Grünnagel, dessen Schuss Reiner Schwartz nur abklatschen konnte und Christopher Ludy per Flugkopfball im Tor unterbrachte.

Kurz darauf, die erste richtig gefährliche Situation der Hausherren. Timm Dudek zog von der Strafraumgrenze ab, Jan Schulz im Tor des FKP musste dabei einmal nachgreifen. Danach meldeten sich auch zum ersten Mal die Fans des SVH mit Gesängen. Auch sie spürten, dass das Spiel noch nicht entschieden war.

Doch die Gesänge verstummten wenige Minuten später mit dem Treffer von Christopher Ludy wieder. Sein Freistoß aus halbrechter Position und 40 Meter Entfernung flog an Freund und Feind vorbei und schlug im langen Eck zum 0:2 ein. Die Entscheidung gegen bis dahin tapfer kämpfende SVH-Akteure fiel in der 75. Minute. Torschütze zum 3:0 für den FKP war Jabez Makanda. Keine Zeigerumdrehung später fast der Anschlusstreffer, doch Jan Schulz parierte einen Kopfball des aufgerückten Marius Dausmann. In den Schlussminuten vergaben die Gäste noch einen höheren Sieg. So scheiterte zunächst Konstantinos Neofytos freistehend an Reiner Schwartz, zudem verzog Arman Ardestani aus aussichtsreicher Position. (Pirmasenser Zeitung)

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Stimmen zum Spiel

Jens Mayer, Spielertrainer SV Hermersberg: Mit der Leistung bin ich zufrieden, gerade im ersten Durchgang hat man keinen Klassenunterschied gesehen. Bemängeln muss ich, dass wir uns nicht so viel zugetraut haben. Das 0:2 war nach dem unglücklichen 0:1 dann natürlich der Killer für uns.

Patrick Fischer, Trainer FK Pirmasens: Wir sind eine Runde weiter, die Jungs haben das gut gemacht und einige haben ihre Einsatzzeit bekommen, somit alles gut. Dass es hier nicht einfach wird, wussten wir ja im Vorfeld.

Reiner Schwartz, Torhüter SV Hermersberg: Es war sehr undankbar, wenig draufbekommen und dann drei Gegentore. Es hat einfach ein wenig das Spielglück gefehlt, wir haben gut mitgespielt und brauchen die Köpfe nicht hängen lassen. (Pirmasenser Zeitung)

So spielten sie:

SV Hermersberg: Schwartz - Metzger, Dausmann, Deho, Bold (78. Vogt) – Freiler, Masch – Freier (60. Mendel), Freiler (84. Plitt), Lelle (71. Jochum) – Weber
FK Pirmasens: Schulz – Hammann, Zimmer (72. Ardestani), Frisorger, Grünnagel – Ampadu, Bohl – Eichhorn, Ludy, Scharwath (60. Dimitrijevic) - Makanda
Tore: : 0:1 Schwarwath (2.), 0:2 Ludy (59.), 0:3 Makanda (75.)
Zuschauer: 495
Schiedsrichter: Dorian Schurer (TuS Frankweiler-Gleisweiler)


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